NATURGUTACHTER Memo: Lösung

NATURGUTACHTER Memo: Heimische Arten in Bayern

  • Anhang-IV-Arten (FFH-Richtlinie)
  • saP-relevante Vogelarten (Vogelschutz-Richtlinie)


Bei allen Beobachtungen gilt:

Die Tiere sollen zu keiner Zeit gestört, verängstigt, gefangen oder Stress ausgesetzt werden.
Deshalb stets Distanz wahren, leise sein, sich an Betretungsverbote halten und sich im Zweifel zurückziehen.

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Alpendohle

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Alpensalamander

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Alpenschneehuhn

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Äskulapnatter

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Bartmeise

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Dunkler Wiesen-knopf-Ameisen-bläuling

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Eisvogel

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Fischadler

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Fischotter

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Flussseeschwalbe

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Gartenrotschwanz

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Gelbbauchunke

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Goldammer

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Graureiher

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Halsbandschnäpper

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Haselmaus

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Laubfrosch

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Luchs

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Mauereidechse

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Mauerläufer

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Mittelspecht

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Nachtkerzenschwärmer

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Pirol

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Rohrweihe

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Rotmilan

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Schlingnatter

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Schwarzstorch

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Seeadler

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Smaragdeidechse

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Sperber

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Sperlingskauz

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Star

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Stieglitz

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Turmfalke

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Waldkauz

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Waldohreule

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Wanderfalke

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Wasseramsel

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Wechselkröte

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Zauneidechse

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Alpendohle

Pyrrhocorax graculus

  • Wusstest du schon? Die Alpendohle ist sehr gesellig und kann das gesamte Jahr über in großen Schwärmen unterwegs sein.
  • Verbreitung: In Deutschland besiedelt die Alpendohle - wie der Name bereits vermuten lässt - ausschließlich die Alpenregion und ist somit nur in Bayern zu finden. Dort brütet sie in Höhen zwischen 1.600 m bis 2.200 m ü. NN.
  • Lebensraum: Im Sommer nutzt die Alpendohle meist Lebensräume oberhalb der Baumgrenze, wie Felswände und alpine Rasen. Den Winter verbringt sie tagsüber in bis zu 20 km entfernten wärmeren Tallagen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Alpendohle lässt sich ganzjährig gut beobachten. Ab dem frühen Nachmittag werden Schlafplätze im Schwarm angeflogen.
  • Tipps vom Profi: Während der Nahrungssuche fliegt die Alpendohle regelmäßig Almen, frequentierte Berggipfel und Gipfelstationen an, die oftmals weit vom Brutgebiet entfernt liegen. Also bei der nächsten Wanderung einfach das Fernglas einstecken und bei der Brotzeit die Augen aufhalten!
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Alpensalamander

Salamandra atra

  • Wusstest du schon? Der Alpensalamander ist eine der ganz wenigen Amphibienarten Europas, die völlig unabhängig von Gewässern leben, denn die Jungen entwickeln sich vollständig im Mutterleib.
  • Verbreitung: Der Alpensalamander kommt in Deutschland ausschließlich in der Alpenregion Bayerns vor, abgesehen von einem kleinen Vorkommen in Baden-Württemberg. Die meisten Nachweise findet man in Höhen zwischen 600 und 2.100 m ü. NN.
  • Lebensraum: Besiedelt werden feuchte, kühle Habitate wie Bergwälder mit dichter Kraut- und Strauchschicht, Schluchten, Blockhalden, Karstgebiete und Alpweiden.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Aktivitätsperiode des Alpensalamanders reicht von Ende April bis September, abhängig von Höhenlage und Schneeschmelze. In tieferen Lagen setzt die Aktivität früher ein und in höheren Lagen erst Wochen nach der Schneeschmelze, sodass Beobachtungen jeweils mit dem lokalen Saisonbeginn am erfolgversprechendsten sind. Gezielt suchen lässt er sich in feuchten Schluchten, Waldsäumen oder auf Bergwegen nach Regenfällen. Für störungsarme Nachtbeobachtungen eignet sich eine Taschenlampe mit Rotlichtfunktion, damit die Tiere nicht geblendet werden.
  • Tipps vom Profi: Während oder nach sommerlichen Regenfällen lohnt sich ein Blick auf Wanderwege in höheren Lagen, denn dann sitzen Alpensalamander oft mitten auf dem Weg!
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Alpenschneehuhn

Lagopus muta helvetica

  • Wusstest du schon? Dank dichtem Gefieder bis an die Zehen und jahreszeitlichem Gefiederwechsel trotzt das Alpenschneehuhn Kälte und Tarnanforderungen. Seine „Schneeschuhe“ (befiederte Zehen) verteilen das Gewicht auf lockerem Schnee.
  • Verbreitung: In Deutschland lebt das Alpenschneehuhn ausschließlich in den bayerischen Alpen. Der Brutbestand unterliegt deutlichen Schwankungen je nach Winterhärte und Störungen.
  • Lebensraum: Das Alpenschneehuhn kommt oberhalb der Baumgrenze in Höhenlagen ab etwa 1.800 m ü. NN vor. Bevorzugt werden alpine Rasen, Schutt- und Blockhalden, Geröllfelder sowie steile Hänge mit abwechslungsreichem Relief. Entscheidend sind Versteckmöglichkeiten (z. B. Zwergsträucher, Felsblöcke) und Schneefelder, die Deckung bieten. Als Bodenbrüter legt es seine Eier in selbst gescharrten Mulden und ist daher stark auf diesen Schutz angewiesen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Am besten beobachtet man das Alpenschneehuhn in der Balz- und Brutzeit von Mai bis Juli, insbesondere in den frühen Morgen- und Abendstunden. Im Winter sind die Tiere durch ihr weißes Gefieder schwer zu entdecken. Aufgrund der Störempfindlichkeit empfiehlt sich die Beobachtung aus größerer Distanz mit Spektiv oder Fernglas. Der typische, krächzende Ruf kann bei der Ortung helfen.
  • Tipps vom Profi: Karrenfelder und Schneetälchen absuchen und im Sommer auf kurze Bewegungen am Hang und Alarmrufe achten. Wer Spuren lesen kann, hat im Winter Chancen auf Funde von Fußabdrücken im Schnee oder Kotspuren, die auf die Aufenthaltsorte hindeuten, auch wenn die Vögel unsichtbar bleiben.
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Äskulapnatter

Zamenis longissimus

  • Wusstest du schon? Äskulapnattern legen ihre Eier in verrottendes Pflanzenmaterial ab. Die bei der Verrottung entstehende Wärme in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit sorgt dafür, dass die Eier über 5-12 Wochen ausgebrütet werden. Die Natter kann in Mitteleuropa bis zu 2 m lang werden und ist damit die längste Schlangenart Deutschlands, dabei aber völlig ungiftig.
  • Verbreitung: Die Äskulapnatter hat in Deutschland nur sehr wenige, isolierte Vorkommen. Hauptschwerpunkte liegen im Rheingau und Odenwald (Hessen, Baden-Württemberg) sowie im Raum Passau in Bayern.
  • Lebensraum: Die Art bevorzugt wärmebegünstigte, strukturreiche Landschaften, wie lichte Laubwälder, Waldränder, Gewässerufer, Böschungen, Trockenmauern, Weinberge und Gärten. Sie braucht Sonnenplätze zum Aufwärmen und kühlere Versteckmöglichkeiten wie Holzstapel, Felsritzen oder dichtes Gebüsch. Die Winterquartiere liegen in frostfreien Hohlräumen, z.B. Felsspalten und Wurzelhöhlen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Äskulapnatter kann von April bis September beobachtet werden und hält den Rest des Jahres Winterruhe. Als wärmeliebende Art nutzt sie sonnige Tagesstunden zum Aufwärmen. Mit Geduld und gutem Auge kann man gezielt Sonnenplätze, Waldränder oder Trockenmauern absuchen.
  • Tipps vom Profi: Nach kühlen Nächten wärmen sich Äskulapnattern oft lange in der Sonne auf und sind dann relativ träge, was eine gute Gelegenheit für Beobachtungen darstellt.
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Bartmeise

Panurus biarmicus

  • Wusstest du schon? Bartmeisen wechseln im Jahresverlauf ihre Ernährung: im Frühling und Sommer vorwiegend Insekten, im Winter fast ausschließlich Sämereien, z.B. von Schilf. Um harte Samen zu verdauen, nehmen die Vögel Magensteinchen auf.
  • Verbreitung: Die Bartmeise kommt in Deutschland vor allem an der Nord- und Ostseeküste und im Binnenland von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg vor. Kleinere Brutvorkommen gibt es auch im Süden, z. B. in Bayern am Ammersee und am Weihergebiet bei Mohrhof.
  • Lebensraum: Bartmeisen bevorzugen großflächige Schilfgebiete mit angrenzenden Wasserflächen. Wichtig ist eine dichte Schilfvegetation zum Brüten, zur Nahrungssuche und als Schutz. Auf solche geeigneten Brutgebiete ist die Bartmeise stark angewiesen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Bartmeise ist in Deutschland ganzjährig anzutreffen. Besonders gut gelingt die Beobachtung im Herbst und Winter, wenn sie in kleinen Schwärmen laut rufend durch die Schilfbestände zieht und sich mit nasalen „ping“-Rufen auch im dichten Schilf verrät. Eine Beobachtung am Rand von Schilfflächen von einer erhöhten Position aus, z.B. einem Vogelturm, eignet sich gut.
  • Tipps vom Profi: Im Winter lassen sich Bartmeisen beim „Akrobatik-Fressen“ beobachten: Sie klettern an Schilfhalmen, hängen kopfüber und picken die Samen heraus.
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Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Phengaris nausithous

  • Wusstest du schon? Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling besitzt einen komplexen Lebenszyklus: Die Raupen schlüpfen auf Blüten des Großen Wiesenknopfs (Sanguisorba officinalis), lassen sich in späteren Entwicklungsstadien auf den Boden fallen, von der Roten Knotenameise (Myrmica rubra) in ihr Nest tragen und ernähren sich dort über den Winter von der Ameisenbrut. Deshalb gibt es in Bayern pro Jahr nur eine Generation des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings und die Art ist besonders empfindlich gegenüber Habitatveränderungen.
  • Verbreitung: In Deutschland besiedelt der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling vor allem Bayern und Baden-Württemberg. Die Art weist lokal sehr unterschiedliche Bestandsdichten auf.
  • Lebensraum: Der Falter findet sich hauptsächlich in Feuchtwiesen und jungen Brachen, in denen ein ausreichendes Vorkommen des Großen Wiesenknopfs und der Roten Knotenameise gegeben ist, sowie ein Mahdrhythmus, der die Raupenentwicklung in den Blüten ermöglicht.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: In Bayern kann man den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling während seiner Flugzeit von Mitte Juli bis Mitte August beobachten. Am besten lässt sich der Falter auf Blüten sitzend beobachten. Es lohnt sich, nach den auffälligen, dunkelroten Blütenständen des Großen Wiesenknopfs Ausschau zu halten. Weil der Falter bei warmem, windstillem Wetter am aktivsten ist, sind diese Tage besonders geeignet.
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Eisvogel

Alcedo atthis

  • Wusstest du schon? Der auffällig bunt gefärbte Eisvogel ist ein Ansitzjäger: Er stößt kopfüber ins Wasser und dreht die Beute im Schnabel so, dass die Fischschuppen stromlinienförmig geschluckt werden können, denn das schont den Magen und spart Zeit. In guten Jahren sind sogenannte Schachtelbruten möglich: Während die erste Brut noch nicht flügge ist, paart sich das Weibchen wieder, legt neue Eier und brütet erneut. Das Männchen kümmert sich dann alleine um die erste Brut.
  • Verbreitung: In Deutschland ist der Eisvogel weit verbreitet an fischreichen Fließ- und Stillgewässern zu finden. In Bayern sind die Schwerpunkte an geeigneten Bächen und Flüssen im Hügelland sowie an größeren Seen.
  • Lebensraum: Der Eisvogel bevorzugt langsam fließende, klare Gewässer oder Stillgewässer mit Kleinfischreichtum, Ufergehölzen und Ansitzwarten wie überhängenden Zweigen oder Pfählen. Für die Brut benötigt er kahle Steil- und Prallhänge oder Abbruchkanten mit geeignetem, grabfähigem Substrat.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Eisvogel ist ganzjährig zu sehen, da er ein Standvogel ist. In strengen Wintern weicht er an eisfreie Bereiche aus. Die beste Beobachtungszeit ist die Brutperiode von Mitte März bis Ende September, wenn Altvögel häufig zwischen der Jagd und ihren selbstgegrabenen Niströhren pendeln.
  • Tipps vom Profi: Häufig sieht man den Eisvogel vormittags beim Ansitzjagen über klarem Wasser, begleitet von seinem charakteristischen, pfeifenden Ruf im Vorbeiflug.
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Fischadler

Pandion haliaetus

  • Wusstest du schon? Fischadler drehen Beutefische im Flug so, dass deren Kopf nach vorn zeigt, denn das verringert den Luftwiderstand. Dank der Wendezehe an ihren Fängen (eine Zehe ist nach hinten drehbar) halten sie glitschige Beute besonders sicher.
  • Verbreitung: In Deutschland liegen die Schwerpunkte der Brutvorkommen im nordostdeutschen Tiefland, vor allem in der Mecklenburgischen Seenplatte, in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. In Bayern ist der Fischadler nur sehr lokal mit wenigen Brutplätzen vertreten, vor allem in der Oberpfalz und in Oberfranken. Die Wiederansiedlung gelang seit den 1990er-Jahren, häufig an Kunsthorsten.
  • Lebensraum: Er nutzt fischreiche Seen-, Teich- und Flusslandschaften mit freien An- und Abflugwegen zum Horst. Gebrütet wird meist auf freistehenden hohen Bäumen, zunehmend auch auf Strommasten oder Nisthilfen. Wichtig sind übersichtliche Horststandorte und Ansitzwarten im Umfeld offener Wasserflächen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Ankunft an den Brutplätzen erfolgt nach der Überwinterung in Afrika meist Ende März bis Anfang April, der Abzug ab August. Durchzugbeobachtungen gelingen im Frühjahr sowie im Spätsommer und Herbst an größeren Gewässern. Typisch ist die Nahrungssuche über Wasser vom Ansitz oder im Rüttelflug und anschließendes Stoßtauchen.
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Fischotter

Lutra lutra

  • Wusstest du schon? Der Fischotter ist die größte heimische Marderart. Sein Nachwuchs kann in jeder Jahreszeit geboren werden, oft aber in der Zeit mit den höchsten Fischbeständen.
  • Verbreitung: Der Fischotter hat sich in Deutschland nach starkem Einbruch der Bestände in den letzten Jahrzehnten deutlich erholt und breitet sich, ausgehend von Ost- und Süddeutschland, wieder aus. In Bayern liegen Schwerpunkte im Süden und Osten, z.B. entlang der tschechischen Grenze.
  • Lebensraum: Der Fischotter benötigt naturnahe und strukturreiche Gewässer aller Art mit Deckung an den Ufern (Röhricht, Wurzelteller, Altarmbereiche) und störungsarmen Rückzugsplätzen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der scheue Fischotter ist ganzjährig nachweisbar, aber überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Die besten Beobachtungschancen bestehen in der Abend- und Morgendämmerung an ruhigen Uferabschnitten, während am Tag Trittsiegel, Rutschspuren oder Losungen seine Anwesenheit verraten. Bei Dunkelheit kann eine Wärmebildkamera nützlich sein.
  • Tipps vom Profi: Wie für Marderartige typisch hat auch der Fischotter fünf Zehen, an denen Krallen und Schwimmhäute sitzen. Letztere sind bei den Trittsiegeln nur selten zu erkennen. Wer Spuren bestimmen will, sollte immer einen Maßstab benutzen, um die Größe einzuschätzen, auch auf Fotos.
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Flussseeschwalbe

Sterna hirundo

  • Wusstest du schon? Die meisten bayerischen Kolonien existieren nur dank künstlicher Brutflöße oder aufgeschütteter Inseln. Wo Bruten auf natürlichen Flächen stattfinden, muss durch regelmäßige Pflege einer Verbuschung der Kiesflächen entgegengewirkt werden.
  • Verbreitung: In Deutschland brütet die Flussseeschwalbe sowohl an den Küsten als auch im Binnenland. Ganze zwei Drittel des Gesamtbestandes, darunter eine Kolonie von circa 2.000 Brutpaaren, brüten im Wattenmeer. In Bayern befindet sich der Brutbestand vor allem im Süden, mit den größten Kolonien von bis zu 80 Brutpaaren unter anderem am Ammersee, Starnberger See und an der Mittleren Isar. Insgesamt wird in Bayern von etwa 300–350 Brutpaaren ausgegangen.
  • Lebensraum: An der Küste brütet die Flussseeschwalbe in niedrigen Salzwiesen, im Binnenland an wenig bewachsenen und geschützten Gewässern. Als Nahrung dienen ihr kleine Fische, Krebstiere und Insektenlarven, die sie an allen möglichen Gewässertypen erbeutet.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Flussseeschwalbe ist ein Langstreckenzieher, der sich zwischen April und September in den Brutgebieten befindet. In dieser Zeit kann man die Vögel entweder aus Distanz an ihren Brutplätzen oder bei der Jagd an Flüssen, Seen und Kiesgruben beobachten.
  • Tipps vom Profi: Die Flussseeschwalbe ist leicht zu verwechseln mit der Küstenseeschwalbe. Letztere ist etwas kleiner mit kürzerem, bis zur Spitze hin rotem Schnabel und Beinen und längerem Schwanz, während die Flussseeschwalbe im Prachtkleid einen roten Schnabel mit schwarzer Spitze besitzt. Die Küstenseeschwalbe brütet in Deutschland außerdem ausschließlich an der Küste.
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Gartenrotschwanz

Phoenicurus phoenicurus

  • Wusstest du schon? Wie der verwandte Hausrotschwanz, knickst und zittert auch der Gartenrotschwanz in aufrechter Haltung arttypisch mit dem Schwanz. Der Gartenrotschwanz imitiert teilweise den Gesang anderer Vogelarten, so auch den des Hausrotschwanzes.
  • Verbreitung: Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in Deutschland im Nordosten des Landes, im Westen und Süden kommt er zerstreuter vor. In Bayern ist er lückig verbreitet und brütet vor allem in Mainfranken, am Obermain und im Bayerischen Wald.
  • Lebensraum: Er bevorzugt lichte Laub- und Mischwälder und Waldränder sowie Parks, Streuobstwiesen, Friedhöfe und Gärten mit alten, höhlenreichen Bäumen oder Nistkästen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Als Langstreckenzieher befindet sich der Gartenrotschwanz zwischen Ende März und Anfang August im Brutgebiet. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen April und Juli. Er ist am Morgen einer der frühesten Sänger und singt oft schon lange vor Sonnenaufgang.
  • Tipps vom Profi: Wo der Gartenrotschwanz brütet, kann man auch auf andere Arten treffen, die einen ähnlichen Lebensraum benötigen. Dazu zählen Grünspecht, Kleinspecht, Wendehals und Steinkauz.
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Gelbbauchunke

Bombina variegata

Wusstest du schon? Von oben mag die Gelbbauchunke unscheinbar graubraun aussehen und kaum auffallen. Schaut man sich aber ihren namensgebenden Bauch an, ist sie mit den schwarzen und gelben Flecken unverwechselbar. Die Färbung soll Fressfeinde abschrecken und vor dem toxischen Hautsekret warnen, das die Unke absondern kann.
Verbreitung: Die Gelbbauchunke besiedelt vor allem den Süden Deutschlands und stößt bis ins südliche Niedersachsen und Thüringen vor. In Bayern ist sie noch flächig verbreitet, doch die Bestände nehmen deutlich ab.
Lebensraum: Sie ist eine typische Pionierart, die ursprünglich in regelmäßig überschwemmten Auen beheimatet war. Heute ist sie oftmals auf vom Menschen geschaffene Ersatzlebensräume angewiesen. Dazu zählen Kies- und Lehmgruben oder Truppenübungsplätze. Dort findet sie flache, temporäre, fischfreie Kleingewässer wie Fahrspuren, Pfützen, Gruben, Radspuren und wassergefüllte Senken, die sie als Laichgewässer nutzt.
Beobachtungszeitraum und -methode: Ab Mai beginnt die Fortpflanzungszeit der Gelbbauchunke. Zur Verteidigung ihres Territoriums lassen die Männchen in der Dämmerung und nachts die Unkenrufe hören. Zu dieser Zeit bietet ein Verhören in Gewässernähe gute Chancen. Da der Nachwuchs auf die temporären Gewässer angewiesen ist, ist die Paarungsaktivität nach Regenfällen besonders hoch. Die Laichzeit kann je nach Witterungsverhältnissen bis August andauern. Ab September suchen die Gelbbauchunken ihre Winterquartiere auf.
Tipps vom Profi: Weil die Gelbbauchunke im Gegensatz zu vielen Froschlurchen keine Schallblase hat, klingt ihr Ruf unkenhaft und dumpf „uh, uh, uh“.

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Goldammer

Emberiza citrinella

  • Wusstest du schon? Wie viele andere Vogelarten zeigen auch Goldammern bestimmte Balzrituale. Dazu zählen das „Scheinpicken“ (gemeinsames Aufheben und Fallenlassen von kleinen Teilchen), die „Halmbalz“ (Aufheben, Halten und Fallenlassen von Halmen durch das Männchen) und die „Laufbalz“ (Weglaufen des Männchens in bestimmter Haltung).
  • Verbreitung: Außerhalb der Alpen und höherer waldreicher Mittelgebirgslagen ist die Goldammer in Deutschland sowie Bayern flächig verbreitet.
  • Lebensraum: Die Art ist ein Vogel offener und strukturreicher Kulturlandschaften mit Einzelbäumen und Büschen. Neben Wiesen- und Ackerlandschaften mit Hecken und Feldgehölzen brütet sie auch an Waldrändern und auf Sukzessionsflächen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Goldammer ist teilweise Zugvogel und teilweise Standvogel und bei uns ganzjährig zu finden. Außerhalb der Brutzeit bildet sie oft Trupps, auch vergesellschaftet mit Finken.
  • Tipps vom Profi: Den einprägsamen Gesang der Goldammer kann man sich gut merken, denn er klingt wie: „Wie-wie-wie hab ich dich liiiiieb“. Schafft man es dann, die Richtung zu verorten, entdeckt man auch den goldgelben Sänger leicht auf einem Ast oder einer anderen Singwarte.
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Graureiher

Ardea cinerea

  • Wusstest du schon? Graureiher sind im Flug anhand ihrer Silhouette leicht von Kranich und Storch zu unterscheiden, denn sie ziehen ihren Kopf s-förmig ein. Vom immer häufiger bei uns überwinternden Silberreiher lässt er sich durch seine grau-schwarze Gefiederfärbung gut abgrenzen.
  • Verbreitung: In Deutschland ist der Graureiher häufig und hat in den letzten Jahrzehnten vielerorts zugenommen. In Bayern liegen die Bruthabitate zerstreut und haben, mit Ausnahme der Alpen, ihren Schwerpunkt im Süden.
  • Lebensraum: Der Graureiher nutzt gewässerreiche Lebensräume aller Art, von Flüssen, Bächen und Auen bis hin zu Teichkomplexen oder Parks. Er brütet meist in Kolonien auf hohen Bäumen, gelegentlich auch im Schilf oder in Weidengebüsch. Seine Nahrung in Form von Fischen, Amphibien und Kleinsäugern sucht er in Flachwasserzonen, an Gräben, Bächen und feuchten Wiesen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Als Teil– und Kurzstreckenzieher ist der Graureiher bei uns ganzjährig anzutreffen. Ab dem späten Sommer kann man die Art häufig auf Feldern und Wiesen beim Mäusefang beobachten.
  • Tipps vom Profi: Die größte Graureiherkolonie in Bayern befindet sich in Unterfranken in der „Vogelfreistätte Graureiherkolonie bei Dippach am Main“. Dort wurden über 200 Horste gezählt. Beobachten kann man die Kolonie von einem Aussichtsturm aus.
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Halsbandschnäpper

Ficedula albicollis

  • Wusstest du schon? Der Halsbandschnäpper profitiert in Bayern von Nistkastenprogrammen, die dem Mangel an natürlichen Baumhöhlen entgegenwirken. Um eine frühe Besetzung durch Meisen zu verhindern, werden die Kästen oft erst zur Ankunft der Halsbandschnäpper bereitgestellt.
  • Verbreitung: In Deutschland ist der Halsbandschnäpper vor allem im Süden regional verbreitet. Die Schwerpunkte in Bayern liegen entlang von Donau und mittlerer Isar sowie in den Mainfränkischen Platten und im Spessart.
  • Lebensraum: Die Art bevorzugt alte höhlenreiche Laubwälder mit Eiche oder Buche sowie Hartholzauen, kann aber auch in Streuobstwiesen oder Parkanlagen zu finden sein.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Halsbandschnäpper sind Langstreckenzieher mit Heimzug in die Brutgebiete ab Mitte April und Abzug ab Mitte Juli. Der Gesang ist bis etwa Mitte Juni zu hören, Reviere werden jedoch sowieso eher durch den Ruf verraten.
  • Tipps vom Profi: Halsbandschnäpper singen gern auf Warten in der Nähe von Höhlen oder Kästen. Wer weiß, wo sich Brutreviere befinden, hat somit gute Chancen, die Vögel in der Brutzeit zu entdecken.
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Haselmaus

Muscardinus avellanarius

  • Wusstest du schon? Die Haselmaus ist keine echte Maus, sondern ist der kleinste heimische Vertreter der Bilche, zu denen z.B. auch der deutlich größere Siebenschläfer gehört.
  • Verbreitung: In Deutschland besiedelt die Haselmaus abgesehen von Lücken in Norddeutschland große Teile des Landes. In Bayern ist sie landesweit nachgewiesen. Die Schwerpunkte liegen unter anderem in Nordwest- und Ostbayern, der Frankenalb und im Alpenvorland. Da sie so heimlich lebt, fehlt es aber an aktuellen Daten zur Bestandsentwicklung.
  • Lebensraum: Die Haselmaus lebt in unterschiedlichen artenreichen Waldtypen, sofern ein ausgeprägter Unterwuchs aus Sträuchern vorhanden ist. Da sie den Boden meidet, bedeuten Bereiche ohne Gehölze und Astbrücken für sie eine Barriere. Ein ausreichendes Nahrungsangebot in Form von Früchten, Blüten und Pollen ist wichtig. Besonders im Herbst muss sie sich genügend Winterspeck anfressen können. Ihr kugeliges Nest, auch Kobel genannt, webt sie aus Gras und Blättern in Höhlen, Astgabeln oder zwischen dichte Blätter. Für den Winterschlaf nutzt sie ein tiefergelegenes Nest zwischen Baumwurzeln oder unter der Laubstreu.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Von Mai bis Oktober ist die Haselmaus bei uns aktiv, dann begibt sie sich in den Winterschlaf. Eine Haselmaus zu sehen, erfordert viel Glück, denn als nachtaktive Art, die vor allem in Zweigen unterwegs ist, ist sie schwer zu entdecken. Mit entsprechender Genehmigung können Nachweise mithilfe von aufgehängten Neströhren und die Bestimmung der darin gefundenen Nester oder Spuren erbracht werden.
  • Tipps vom Profi: Wie der Name der Art schon sagt, sind Haselnüsse eine beliebte Nahrung. Anhand von typischen kreisrunden Fraßspuren in gefundenen Nussschalen kann man die Anwesenheit der Haselmaus auch indirekt nachweisen.
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Laubfrosch

Hyla arborea

  • Wusstest du schon? Der Laubfrosch ist dank der Haftscheiben an Zehen und Fingern ein fabelhafter Kletterer, bis in die Baumkronen empor. Mit seiner lackgrünen Färbung ist er in den Blättern gut getarnt.
  • Verbreitung: In Deutschland ist der Laubfrosch abgesehen von Lücken im Nordwesten und Westen weit verbreitet. Das Vorkommen in Bayern ist lückig, man findet ihn vor allem in den nordbayerischen Teichgebieten, im voralpinen Moor- und Hügelland sowie in den Tälern von Donau, Isar und Inn.
  • Lebensraum: Für seinen Jahreszyklus braucht der Laubfrosch ein Mosaik aus drei verschiedenen Lebensräumen. Zum einen gut besonnte, flache und fischfreie Ruf- und Laichgewässer, dort heften die Weibchen die Laichballen an Pflanzen an. Als Sommerlebensraum dienen strukturreiche Hecken, die Schutz, Sonnenplätze und Nahrung bieten. Um zu überwintern, begeben sich die Frösche im späten Herbst in Höhlen, Löcher und Totholzhaufen, die vor Frost geschützt sind.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Laubfrosch verlässt bei milder Witterung ab Ende Februar seine Winterquartiere. Ab April kann man in der Abenddämmerung die Männchen an den Laichgewässern mit ihren lautstarken Rufchören vernehmen.
  • Tipps vom Profi: Der Laubfrosch ist in der Dämmerung an seinen charakteristischen „äp-äp-äp“-Rufen zu erkennen, die über weite Entfernungen hörbar sind.
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Luchs

Lynx lynx

  • Wusstest du schon? Luchse nutzen weitläufige Streifgebiete, die mehrere Hundert Quadratkilometer groß sein können. Auf diesen Wanderungen stellen Verkehrsunfälle eine häufige Todesursache dar.
  • Verbreitung: Der Luchsbestand war in Deutschland lange erloschen. Heute gibt es durch Wiederansiedlungen und Zuwanderung wieder lokale Vorkommen, u. a. im Bayerischen Wald, im Harz und im Pfälzerwald. In Bayern konzentriert sich die reproduzierende Population entlang der Grenze zu Tschechien vom Bayerischen Wald bis ins Fichtelgebirge.
  • Lebensraum: Der Luchs besiedelt großflächige, störungsarme, deckungsreiche Wälder mit ausreichendem Schalenwildbestand, z. B. Rehe.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Luchs ist in der Regel in der Dämmerung und nachts aktiv, tagsüber zieht er sich in Verstecke zurück. Aufgrund seiner heimlichen Lebensweise bekommt man ihn selten zu Gesicht. Außerhalb der Paarungszeit (Februar bis März) sind die Tiere Einzelgänger und besetzen eigene Reviere. Indirekte Hinweise liefern Fährten im Neuschnee, Rissfunde und Fotofallen, die aber nur mit entsprechender Genehmigung aufgestellt werden dürfen.
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Mauereidechse

Podarcis muralis

  • Wusstest du schon? Viele Bestände gehen auf unbeabsichtigte Einschleppungen gebietsfremder Unterarten zurück. Der Schutz der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie, bezieht sich jedoch immer nur auf das natürliche Verbreitungsgebiet von Arten, die im Anhang IV gelistet sind. Relevant ist in Bayern deshalb die Unterscheidung zwischen autochthonen (einheimischen) und allochthonen (zugewanderten) Mauereidechsen.
  • Verbreitung: In Deutschland liegt der natürliche Verbreitungsschwerpunkt vor allem im Südwesten (u. a. Rheintal, Neckar, Mosel, Saar), daneben existieren zahlreiche allochthone Vorkommen an anthropogenen Standorten. In Bayern gibt es zwei autochthone Populationen im Inntal. Weitere, oft städtische Bestände an Bahndämmen oder in Gärtnereinähe, gelten als allochthon.
  • Lebensraum: Die Mauereidechse bevorzugt wärmebegünstigte, trockene und steinige Standorte, die zusätzlich zu Sonnen-, Versteck- und Eiablageplätzen auch Nahrung und Winterquartiere bieten. Neben Felslebensräumen findet man die Art heute häufig in anthropogenen Habitaten wie Weinbergen, Bahndämmen, Steinbrüchen, Kiesgruben, alten Mauern und Industriebrachen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Aktiv ist die Mauereidechse von März bis Oktober, die restliche Zeit hält sie Winterruhe. An sonnigen Wintertagen können Tiere kurzfristig aktiv werden. An heißen Sommertagen entdeckt man die Mauereidechse vor allem vormittags, ansonsten ist sie ganztägig aktiv.
  • Tipps vom Profi: Beim Sonnenbaden sitzen die Mauereidechsen gern erhöht und kehren bei Gefahr nach kurzer Flucht oft rasch auf denselben Sonnenplatz zurück.
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Mauerläufer

Tichodroma muraria

  • Wusstest du schon? Den pfeifenden Gesang des Mauerläufers hört man selten und meist nur aus kurzer Distanz. Auf der Suche nach Insekten stochert er mit seinem langen, dünnen Schnabel in Spalten.
  • Verbreitung: In Deutschland brütet der Mauerläufer ausschließlich in den bayerischen Alpen. Mit einem geschätzten Brutbestand von etwa 80–120 Brutpaaren gilt er als sehr seltener Brutvogel.
  • Lebensraum: Während der Brutzeit sind steile Felswände, Nischen und Höhlen in Höhenlagen bis etwa 2.500 m ü. NN typisch. Verschiedene Strukturen und unterschiedliche Sonnenexposition bieten sowohl Nistplätze als auch Nahrung in Form von Insekten oder Spinnen. In Winter kann der Mauerläufer zu geeigneten Fels- und Mauerstandorten in tiefere Lagen und außerhalb der Alpen wandern. Dann kann man ihn auch an Ruinen, Steinbrüchen oder Kirchen entdecken.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Art ist ganzjährig zu beobachten. Um den Mauerläufer nicht zu stören und einen guten Überblick zu haben, kann man Fels- oder Mauerflächen aus Distanz mit einem Spektiv langsam absuchen. Da der Vogel mit seiner grauen Grundfärbung auf den Felsen gut getarnt ist, entdeckt man ihn am ehesten, wenn er seine Flügel auffaltet oder fliegt und dabei die karmesinroten Federn aufblitzen. Das erinnert an einen großen Schmetterling.
  • Tipps vom Profi: Der Mauerläufer ist vor allem während der Nahrungssuche gut zu beobachten, wenn er sich hüpfend, flatternd oder in kurzen Flügen an den Steilwänden fortbewegt.
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Mittelspecht

Dendrocoptes medius

  • Wusstest du schon? Der Mittelspecht trommelt kaum, stattdessen nutzt er seinen quäkenden Gesang zum Anzeigen seines Reviers.
  • Verbreitung: Ein Verbreitungsschwerpunkt des Mittelspechts befindet sich unter anderem in Deutschland, weshalb er zu den nationalen Verantwortungsarten zählt. Flächig kommt er im Nordosten und Südwesten vor. In Bayern brütet er regional im Nordwesten Bayerns und entlang von Auwäldern an Donau und Unterer Iller.
  • Lebensraum: Der Mittelspecht bewohnt strukturreiche, alte Laubwälder mit Eichen, Erlen und Buchen. Seine Höhlen baut er in weiches oder morsches Holz. Als „Stocherspecht“ nutzt er grobborkige alte Bäume und stehendes Totholz zur Nahrungssuche nach Insekten.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Als Standvogel ist der Mittelspecht ganzjährig bei uns zu finden. Die beste Zeit liegt zwischen März und Mai mit Beginn der Brutzeit und erhöhter Stimmaktivität. Die höchste Aktivität fällt in die Vormittagsstunden bei milder, windarmer Witterung.
  • Tipps vom Profi: Der Mittelspecht ähnelt als schwarz-weißer Specht dem häufigen Buntspecht. Der Mittelspecht fällt jedoch durch seine komplett rote Kopfplatte auf, die beim Buntspecht je nach Geschlecht ganz schwarz oder schwarz mit nur wenig rot ist.
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Nachtkerzenschwärmer

Proserpinus proserpina

  • Wusstest du schon? Der Nachtkerzenschwärmer ist in Deutschland nach Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz FFH-Richtlinie) streng geschützt. Er gilt als Pionierart und wird selten mehrere Jahre hintereinander am selben Standort gefunden. Stattdessen taucht er oft unerwartet in zuvor unbesiedelten Habitaten auf.
  • Verbreitung: In Deutschland ist der Nachtkerzenschwärmer stellenweise und mit starken Bestandsschwankungen nachgewiesen. Vorkommen liegen unter anderem liegen in Südwestdeutschland, vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
  • Lebensraum: Die Raupen des Nachtkerzenschwärmers sind an nassen und gut besonnten Staudenfluren zu finden, wie etwa Wiesengräben oder Ufer von Gewässern. Entscheidend ist das Vorkommen der Raupenfutterpflanzen, insbesondere verschiedener Weidenröschen (Epilobium sp.) sowie Nachtkerzen (Oenothera sp.) Die Falter bevorzugen trockene Ruderalfluren und Magerrasen, auf denen Nektarpflanzen wie Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) oder Natternkopf (Echium vulgare) auftreten.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Flugzeit der Falter erstreckt sich in der Regel von Mitte Mai bis Mitte Juni. Als Nachtfalter fliegen sie in der Dämmerung nektarreiche Blüten an. Von künstlichen Lichtquellen werden sie eher spärlich angelockt. Nach der Eiablage an den Raupenfutterpflanzen schlüpfen die Raupen meist im Juli. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und fressen in dieser Zeit an Blättern und Blüten. Anschließend ziehen sie sich zur Verpuppung unter die Erde oder Laubstreu zurück und überwintern dort bis zum frühen Sommer. Für Raupenbeobachtungen empfiehlt sich die Kontrolle größerer Bestände des Zottigen Weidenröschens (Epilobium hirsutum). Auf Flächen mit vielen Raupenfutterpflanzen steigen die Chancen auf Nachweise.
  • Tipps vom Profi: Die ausgewachsene Raupe des Nachtkerzenschwärmers hat im Gegensatz zu anderen Schwärmerarten kein Afterhorn auf dem letzten Segment. Stattdessen besitzt sie einen einzelnen Augenfleck auf einem kleinen Höcker, der auch als Knopfwarze bezeichnet wird.
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Pirol

Oriolus oriolus

  • Wusstest du schon? Pirole weisen einen sogenannten Sexualdimorphismus auf: Die Männchen sind leuchtend gelb mit schwarzem Flügelgefieder, die Weibchen grünlich-gelb.
  • Verbreitung: In Deutschland ist der Pirol in den neuen Bundesländern am häufigsten. In Bayern ist die Art regional in den tieferen Lagen verbreitet, mit Schwerpunkten in Franken und der Donauniederung, fehlt allerdings in den Alpen und höheren Mittelgebirgslagen.
  • Lebensraum: Der Pirol brütet in lichtem Laub- und Mischwald, baumreichen Flussauen, alten Obstgärten sowie Parkanlagen und größeren Gärten. In hohen Bäumen legt er gut versteckte Hängenester an.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Als Langstreckenzieher trifft der Pirol ab Ende April in Deutschland ein und brütet bis etwa Mitte Juli, bevor ab Ende Juli der Wegzug in die Überwinterungsgebiete südlich der Sahara beginnt. Am besten lässt sich der melodische „düdülio“-Gesang im Mai in der Morgendämmerung bis zum frühen Vormittag hören. Der Pirol wird häufiger gehört als gesehen. Sichtbeobachtungen mit dem Fernglas gelingen am besten in lichten, hohen Baumkronen. An Flussauen oder Streuobstwiesen lohnt es sich, einige Minuten still zu verweilen.
  • Tipps vom Profi: Auf den Gesang achten, statt aktiv nach Vögeln zu suchen. Fliegen die Vögel längere Strecken zwischen Baumkronen, kann man sie gut bei ihrem wellenförmigen Flug beobachten, der an das Flugmuster von Spechten erinnert.
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Rohrweihe

Circus aeruginosus

  • Wusstest du schon? Für Weihen typisch ist der gaukelnde Suchflug in geringer Höhe mit v-förmig angehobenen Flügeln. Daran kann man sie oft schon aus der Ferne gut von anderen Greifvögeln unterscheiden.
  • Verbreitung: Die Rohrweihe kommt in Deutschland häufig vor und ist vor allem im Norden und Nordosten des Landes flächig angesiedelt. In Bayern ist sie zerstreuter verbreitet, die Brutschwerpunkte liegen beispielsweise in Mainfranken, im Ries und entlang von Donau und Isar.
  • Lebensraum: Die Rohrweihe nutzt Feuchtgebiete und Verlandungszonen mit Altschilf, in welches sie ihre Nester baut. In den letzten Jahrzehnten dienen immer öfter Getreide- und Rapsfelder als Brutplätze. In solchen Fällen sind Schutzmaßnahmen mit Landwirtinnen und Landwirten wichtig, um bei Mahd und Ernte Gelegeverluste zu verhindern.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Rohrweihe ist ein Zugvogel, der Überwinterungsgebiete bis südlich der Sahara aufsucht. Ab Ende März erreicht sie ihre Brutgebiete und zieht ab August wieder weg. Zur Balzzeit kann man die weiträumigen Schauflüge der Männchen beobachten.
  • Tipps vom Profi: Wie bei Wiesen- und Kornweihe sind die Weibchen der Rohrweihe braun gefärbt. Ein markanter Unterschied ist das Fehlen eines im Flug gut erkennbaren weißen Bürzels, wie ihn erstere beiden haben. Sie zählt somit nicht zu den sogenannten „Weißbürzelweihen“.
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Rotmilan

Milvus milvus

  • Wusstest du schon? Deutschland beherbergt mehr als die Hälfte des Weltbestands des Rotmilans und trägt damit eine besondere Verantwortung für den globalen Erhalt dieser Art. Charakteristisch für den Rotmilan sind das ruhige Kreisen mit leicht angewinkelten Flügeln und der gegabelte Schwanz, der sowohl der Steuerung als auch der Kommunikation in der Balz dient. Im Frühjahr balzt der elegante Flieger mit spektakulären Luftspielen und Verfolgungsjagden.
  • Verbreitung: Der Rotmilan ist eine Charakterart der mitteleuropäischen Kulturlandschaft und kommt fast ausschließlich in Europa vor. In Deutschland liegen die Verbreitungsschwerpunkte in Mitteldeutschland (Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Hessen) sowie in Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg). In Bayern konzentriert sich der Rotmilan auf strukturreiche Agrarlandschaften im Hügelland und Voralpenraum.
  • Lebensraum: Der Rotmilan bevorzugt offene, reich strukturierte Kulturlandschaften mit einem Wechsel aus Wiesen, Äckern, kleinen Wäldern und Feldgehölzen. Bruten finden meist in Waldrändern, Einzelbäumen oder Baumgruppen statt, die an offene Flächen grenzen. Als Nahrungshabitate dienen Wiesen, Brachen, Stoppelfelder und Muldenlagen mit guter Sicht und Kleinsäugerreichtum.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Rotmilan ist ein Frühjahrs- und Sommerbrüter, er kehrt als vorwiegender Kurzstreckenzieher bereits ab Februar aus dem Winterquartier zurück und bleibt bis Oktober. Als tagaktiver Segler nutzt er Thermik für kreisende Suchflüge, vor allem ab dem späten Vormittag bis Nachmittag. Besonders an Mähwiesen, Kompostplätzen oder frisch gepflügten Äckern kann man Rotmilane bei der Nahrungssuche gut beobachten. Balz- und Fütterungsflüge verfolgt man am besten aus größerer Entfernung von Wegen oder Aussichtspunkten.
  • Tipps vom Profi: Von anderen Greifvögeln lässt sich der Rotmilan im Flug bereits anhand seiner Silhouette unterscheiden, denn der tief gegabelte Schwanz ist sein typisches Erkennungsmerkmal. Der verwandte Schwarzmilan hat einen nur schwach gegabelten Schwanz.
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Schlingnatter

Coronella austriaca

  • Wusstest du schon? Die Schlingnatter ist ungiftig, wird aber aufgrund der ähnlichen Zeichnung häufig mit der giftigen Kreuzotter verwechselt. Sie ist eine hervorragende Mäusejägerin und umschlingt ihre Beute mehrfach mit ihrem Körper, bis sie betäubt ist. Danach verschlingt sie ihre Beute mit dem Kopf voran, wobei sie ihr Maul beinahe auf 180° öffnen kann. Das Umschlingen der Beute hat der Natter zu ihrem deutschen Namen verholfen.
  • Verbreitung: In Bayern kommt die Schlingnatter vor allem im Flach- und Hügelland vor, mit Schwerpunkten im Jura, den Mainfränkischen Platten, im Donautal und entlang der Voralpenflüsse. In klimatisch begünstigten Lagen besiedelt sie Gebiete bis etwa 1.200 m ü. NN.
  • Lebensraum: Bevorzugt werden warme, trocken-magere, reich strukturierte Offen- bis Halboffenlandschaften mit Hecken, Säumen, Lesestein- und Holzhaufen, Trockenmauern, lückigen Waldrändern und sonnigen Böschungen. Die Überwinterung erfolgt in frostfreien Spalten und Hohlräumen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Aktiv ist die Art von April bis Oktober. Die besten Sichtungen gelingen vormittags und am späten Nachmittag an Lesestein- und Holzhaufen, Trockenmauern und Südhängen nach kühlen Nächten. Die Paarung findet im Frühjahr statt. Die Art ist lebendgebärend, Jungtiere erscheinen im Spätsommer.
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Schwarzstorch

Ciconia nigra

  • Wusstest du schon? Im Gegensatz zum Weißstorch hat der Schwarzstorch eine heimliche Lebensweise (Kulturflüchter) und ist ein Waldbewohner, der seine großen Nester hoch in alten Bäumen errichtet und Siedlungen weitgehend meidet.
  • Verbreitung: Der Schwarzstorch brütet in Deutschland zerstreut, mit Schwerpunkten in den Mittelgebirgen und in großen, waldreichen Flusslandschaften. In Bayern konzentriert sich die Art auf ausgedehnte Waldgebiete, unter anderem in der Oberpfalz, im Bayerischen Wald, im Spessart und entlang größerer Fließgewässer. Die Bestände haben sich seit den 1980er Jahren langsam erholt, bleiben aber dünn.
  • Lebensraum: Bevorzugt werden alte Laub- und Mischwälder mit großkronigen Horstbäumen in der Nähe fisch- und amphibienreicher Gewässer wie Bächen, Altwässern, Quellbereichen und Flachwasserzonen. Der Schwarzstorch ist ausgesprochen störungsempfindlich, weshalb ruhige Horstbereiche entscheidend sind. Als tagaktive Art pendelt er morgens zwischen Horst und Nahrungsflächen und nutzt mittags Thermik über Waldgebieten.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Schwarzstorch kommt meist ab März im Brutgebiet an und zieht im August wieder nach Afrika zur Überwinterung ab. Beobachtungen gelingen am ehesten in der Brut- und Jungenaufzuchtzeit (Mai–Juli), wenn Altvögel regelmäßig Nahrungsflächen anfliegen. Beste Sichtungschancen bestehen vormittags an Flachwasserbereichen großer Bäche und Flüsse oder an Altarmen bei niedrigem Wasserstand und ruhiger Witterung. Dort watet der Schwarzstorch in seichtem Wasser. Horstbereiche sind strikt zu meiden, da bereits geringe Störungen Brutabbrüche verursachen können.
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Seeadler

Haliaeetus albicilla

  • Wusstest du schon? Der Seeadler ist der größte Greifvogel Deutschlands. Seeadler übernehmen häufig alte Schwarzmilan- oder Bussardhorste und bauen sie über Jahre zu großen Horstplattformen aus, die im Extramfall bis zu 1.000 kg schwer werden können.
  • Verbreitung: Bundesweit liegen die Schwerpunkte im Norden und Osten Deutschlands, mit Schwerpunkt im Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte. In Bayern ist der Seeadler nur als seltener Brutvogel im Alpenvorland anzutreffen, kommt jedoch regelmäßig als Wintergast vor.
  • Lebensraum: Der Seeadler bevorzugt große Seen, Stauseen und ausgedehnte Flusslandschaften mit breitem Uferbereich sowie ausgedehnten, wenig zerschnittenen Waldgebieten mit störungsarmen Horstbäumen im Umfeld. Er jagt vor allem Fische und Wasservögel.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: In Bayern ist die Art ganzjährig nachweisbar, die besten Beobachtungschancen bestehen im Winterhalbjahr an eisfreien Großgewässern. Die Brutzeit reicht von März bis August. Seeadler sind tagaktiv, kreisen oder segeln weithin sichtbar über Gewässern und nutzen Thermik.
  • Tipps vom Profi: Wie bei vielen Greifvögeln ist es bei der Bestimmung nützlich, die Art schon an der Silhouette im Flug zu erkennen. Der Seeadler fällt neben seiner Größe auch durch seine im Flug brettartigen Flügel und den keilförmigen Schwanz auf.
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Smaragdeidechse

Lacerta viridis

  • Wusstest du schon? Smaragdeidechsen zählen zu den größten heimischen Eidechsen (bis ~40 cm Gesamtlänge). Die Männchen zeigen zur Paarungszeit die namensgebende auffällig blaugrüne Färbung.
  • Verbreitung: Die Östliche Smaragdeidechse kommt in Deutschland nur im südlichen Brandenburg und in Bayern am Unteren Inn/Donau-Raum bei Passau vor. Insgesamt gilt die Art bundesweit als stark gefährdet und ist lokal auf stabile, wärmebegünstigte Teilhabitate angewiesen.
  • Lebensraum: Bevorzugt werden sonnenexponierte, trockene bis mäßig trockene Standorte mit hoher Strukturvielfalt, die Sonnenplätze, Deckung und grabfähigen Boden kombinieren. Dazu zählen Magerrasen, südexponierte Böschungen, Steinriegel, Weinberge, Trockenmauern, Hecken- und Waldränder.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Östliche Smaragdeidechse ist aktiv von März bis Oktober. Die besten Sichtungen gelingen im Frühjahr (Mai/Juni) an warmen, windstillen Tagen, wenn Tiere sonnenbaden oder in Paarungsaktivität sind. An heißen Sommertagen sind Smaragdeidechsen vor allem morgens und am späten Nachmittag aktiv, mittags ziehen sie sich häufig in den Schatten zurück.
  • Tipps vom Profi: Zur Beobachtung sollten Südhanglagen oder Weinhänge langsam abgegangen und an Steinriegeln/Lesesteinhaufen innegehalten werden. Nach kurzer Flucht kehren Tiere oft auf denselben Sonnenplatz zurück.
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Sperber

Accipiter nisus

  • Wusstest du schon? Sperberweibchen sind deutlich größer als Männchen. Dieser ausgeprägte Sexualdimorphismus ermöglicht die Nutzung unterschiedlicher Beutegrößen. Aufgrund der ähnlichen Größe und Gestalt kann das Sperberweibchen leicht mit dem Habichtmännchen verwechselt werden.
  • Verbreitung: In Deutschland sowie Bayern ist der Sperber nahezu flächendeckend verbreitet. Er brütet in Waldlandschaften aller Höhenstufen bis in Siedlungsnähe, etwa in Parks und an Waldrändern.
  • Lebensraum: Typisch sind mosaikartige Landschaften mit vielfältigem Wechsel von Wald, halboffenen und offenen Flächen, die Brutplätze und Jagdmöglichkeiten bieten. Sofern geeignete Horstbäume vorhanden sind, brüten sie auch in Siedlungs- und Stadtnähe oder in kleineren Feldgehölzen und Parkanlagen. Der Horst wird bevorzugt in Nadelbäumen (insb. Fichten) angelegt und befindet sich meist gut verdeckt in Stammnähe.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Sperber ist ganzjährig zu beobachten. Die besten Chancen bestehen im Frühjahr und Sommer im Revier bei Balz- und Fütterungsflügen sowie im Herbst und Winter an Singvogelansammlungen wie Höfen oder Futterstellen. Die Balz beginnt ab März, die Brut dauert von April bis Juli. Die Art zeigt eine hohe Brutortstreue. Als tagaktiver Jäger nutzt der Sperber kurze, sehr schnelle Überraschungsjagden entlang von Hecken und Säumen.
  • Tipps vom Profi: Der Sperber ist unter den Kleinvogelarten ein gefürchteter Jäger, weshalb sich die Beutevögel wie Meisen oder Amseln untereinander warnen. Seine Anwesenheit wird oft durch den hohen Warnruf der Amsel verraten. Wenn ein mittelgroßer Vogel so schnell durch den Garten fliegt, dass du nicht erkennen konntest, was es war, war es vermutlich ein Sperber.
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Sperlingskauz

Glaucidium passerinum

  • Wusstest du schon? Der starengroße Sperlingskauz ist die kleinste Eule Europas und kann Kleinsäuger und -vögel schlagen, die teilweise größer sind als er selbst. Er legt das ganze Jahr über Vorräte an.
  • Verbreitung: In Bayern ist der Sperlingskauz in den Alpen flächendeckend und ansonsten regional verbreitet. Deutschlandweit sind die Schwerpunkte der Art außerdem noch in den Mittelgebirgen gelegen.
  • Lebensraum: Er bewohnt alte Nadel- und Mischwälder mit Höhlenangebot, Freiflächen und dichten Waldrändern.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Sperlingskauz ist ganzjährig zu finden und vor allem in der Dämmerung aktiv. Er sitzt gerne auf hohen Warten und jagt blitzschnell mit Überraschungsangriffen.
  • Tipps vom Profi: Zur Balzzeit im Herbst und Frühjahr lässt sich der monoton pfeifende Reviergesang vernehmen. Im Herbst ist außerdem die sogenannte Tonleiter häufig zu hören, eine Serie von ansteigenden Pfeiftönen.
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Star

Sturnus vulgaris

  • Wusstest du schon? Stare sind Meister im Imitieren und bauen Rufe anderer Arten sowie Alltagsgeräusche – etwa Klingeltöne – in ihren Gesang ein.
  • Verbreitung: In Deutschland ist der Star flächendeckend verbreitet, besonders stark in den Agrarlandschaften Nordsachsens und Sachen-Anhalts und in den Streuobstgebieten in Baden-Württemberg. Auch in Bayern ist der Star weit verbreitet, vielerorts sind die Bestände jedoch rückläufig. Er brütet in Agrarlandschaften, Siedlungen und Parks, bei gutem Höhlen- und Nahrungsangebot in Kolonien, und bildet außerhalb der Brutzeit teils sehr große Schwärme.
  • Lebensraum: Bevorzugt werden offene bis halboffene Kulturlandschaften mit kurzrasigen Flächen und Weiden zur Nahrungssuche sowie Höhlenangeboten in alten Bäumen oder Gebäuden. Nistkästen werden gut angenommen.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Star ist ganzjährig nachweisbar. Der Zuzug erfolgt im Frühjahr (März/April), der Abzug beginnt ab August und die Winterbestände schwanken witterungsabhängig. Auffällig sind seine Gesangs- und Imitationsphasen.
  • Tipps vom Profi: Im Herbst sind spektakuläre Schwarmwolken, „Murmurationen“, gut kurz vor Sonnenuntergang zu beobachten.
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Stieglitz

Carduelis carduelis

  • Wusstest du schon? Der wellenförmige, fast hüpfende Flug des Stieglitzes ist sehr auffällig. Dabei ruft der bunte Vogel oft „stigelitt“, worauf sein deutscher Name anspielt. Der englische Name „goldfinch“ verweist auf das goldgelbe Flügelband.
  • Verbreitung: In Deutschland sowie Bayern ist der Stieglitz außerhalb der Alpen flächendeckend verbreitet mit regionalen Schwankungen.
  • Lebensraum: Besonders häufig ist der Stieglitz im Strukturgrün von Städten und Dörfern, in Streuobstgebieten, Heckenlandschaften sowie an Brach- und Ruderalflächen. Er benötigt samenreiche Pflanzen, wie etwa Disteln, Karden und andere Korbblütler. Daher kommt auch die geläufige Bezeichnung „Distelfink“.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Stieglitz ist ganzjährig präsent. Außerhalb der Brutzeit hält er sich oft in Trupps an samenreichen Flächen, Wegrändern und Parks auf.
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Turmfalke

Falco tinnunculus

  • Wusstest du schon? Turmfalken sehen ultraviolettes Licht und können so frische Urinspuren von Wühlmäusen erkennen. Er ist eine der wenigen Falkenarten, bei der sich Männchen und Weibchen am Gefieder unterscheiden lassen: Das Männchen besitzt einen blaugrauen Kopf und Schwanz und eine ziegelrote Oberseite, das Weibchen ist einheitlich braun gefärbt mit schwarzer Musterung.
  • Verbreitung: Der Turmfalke ist in Deutschland in allen Regionen vom Tiefland bis in die Hochalpen verbreitet, in Bayern ist er ebenfalls flächendeckend zu finden und der häufigste heimische Falkenvogel.
  • Lebensraum: Er nutzt offenes und halboffenes Kulturland, Feldraine und Weiden, Straßenböschungen und Kiesgruben. Als Nistplätze dienen hohe Gebäude, Kirchtürme, alte Baumnester anderer Vogelarten oder Nistkästen. Für die Jagd benötigt er offene Flächen mit lückiger oder möglichst kurzer Vegetation.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Turmfalke ist ganzjährig zu beobachten. Als Teilzieher wandert er in harten Wintern in den Süden.
  • Tipps vom Profi: Typisch für den Turmfalken sind die Rüttelflüge über dem Offenland zur Kleinsäugerjagd, die besonders häufig nach der Mahd und an Wegrändern zu beobachten sind.
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Waldkauz

Strix aluco

  • Wusstest du schon? Der Waldkauz ist eine äußerst territoriale und standorttreue Eule, er bildet lebenslange Partnerschaften und nutzt die gleichen Reviere über Generationen hinweg. Waldkäuze haben als eine der wenigen heimischen Eulenarten braune Augen, nicht gelbe oder orange. Der Gesang dieser Eule ist das typische „HUUuuh-hu-hu’hu’hu‘hUUuuh“, das in vielen Filmen und Serien bei Einbruch der Nacht eingespielt wird.
  • Verbreitung: In Deutschland sowie in Bayern ist der anpassungsfähige Waldkauz nahezu flächendeckend von den Tieflagen bis ins Bergland verbreitet und vielerorts ein häufiger Brutvogel und eine der häufigsten Eulen.
  • Lebensraum: Er besiedelt lichte Altholzbestände in Laub- und Mischwäldern sowie Parks, alte Friedhöfe und Gärten mit Höhlenbäumen oder Nistkästen und kommt auch in Siedlungsgebieten vor. In gehölzarmen Gebieten fehlt er. Die Brut erfolgt in Baumhöhlen, Nistkästen, Gebäuden wie Kirchtürmen, Ruinen oder Dachböden, und Felsen. Die Jagdhabitate sind aufgrund des großen Beutespektrums sehr vielseitig.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Waldkauz ist ganzjährig zu beobachten. Die Rufaktivität reicht vom Spätwinter bis in das Frühjahr mit Revierrufen und Duetten. Er ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und jagt von Ansitzen in Randstrukturen nach kleinen Säugetieren.
  • Tipps vom Profi: Tagsüber kann man mit viel Glück den Waldkauz an einem Tageseinstand beim Schlafen beobachten, wobei Störungen unbedingt zu vermeiden sind.
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Waldohreule

Asio otus

  • Wusstest du schon? Die namensgebenden „Ohren“ der Waldohreule sind Federbüschel, die vollständig angelegt werden können und mit dem Hören nichts zu tun haben.
  • Verbreitung: In Bayern ist die Waldohreule lückig verbreitet. Die Häufigkeit schwankt regional deutlich in Abhängigkeit vom Vorkommen von Kleinsäugern, vor allem der Feldmaus.
  • Lebensraum: Sie bewohnt hecken- und gehölzreiche Offenlandschaften, Waldränder, Parks und Friedhöfe und brütet bevorzugt in alten Krähennestern. In großen geschlossenen Waldgebieten ist sie eher nicht zu finden.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Waldohreule ist das ganze Jahr über bei uns nachweisbar. Sie ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und jagt Kleinsäuger im offenen Gelände. Die Balz kann bei milder Witterung schon im Januar starten. Der Reviergesang besteht aus einem monotonen „huh“, das in Abständen wiederholt wird. Bei der Balz lässt sich durch Zusammenschlagen der Flügel ein Klatschen vernehmen.
  • Tipps vom Profi: Im Winter bilden sich mitunter Schlafgemeinschaften in Nadelbäumen von Städten und Dörfern. Zur Dämmerungszeit lässt sich dort der Ausflug der Eulen beobachten.
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72.GenV1

Wanderfalke

Falco peregrinus

  • Wusstest du schon? Der Wanderfalke gilt als schnellstes Tier der Welt. Während er im Streckenflug bis zu 60 km/h schnell fliegt, können es bei steilen Sturzflügen über 300 km/h werden. Obwohl Falken oft zu den Greifvögeln gezählt werden, gehören sie eigentlich einer eigenen Ordnung, nämlich der Ordnung der Falkenartigen, an.
  • Verbreitung: Nach erfolgreicher Schutzarbeit hat sich der Bestand des Wanderfalken in Deutschland wieder erholt. Die Schwerpunkte liegen in den Mittelgebirgen und den Alpen. In Bayern brütet er an Felswänden der Fränkischen Schweiz und im Bayerischen Wald, aber auch in Städten wie München und Nürnberg, wo Kirchtürme und Hochbauten Felswände ersetzen.
  • Lebensraum: Der Wanderfalke bewohnt inzwischen verschiedenste Natur- und Kulturlandschaften, in denen er Nahrung findet und nisten kann. Als Brutplatz bevorzugt er hohe, frei anfliegbare Plätze wie natürliche Felsen und Steinbrüche, unterstützt durch Nisthilfen auch Sendetürme und Brücken. Für die Jagd nutzt er offene Landschaften wie Flussauen und Agrarlandschaften mit reichem Vogelbestand als Beute. Er meidet in der Regel dichte Wälder.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Der Wanderfalke ist als Standvogel ganzjährig zu beobachten. Balz und Revierbildung können schon im Januar beginnen, die Balzflüge finden vor allem bei sonnigem Wetter statt. Generell ist die höchste Aktivität morgens und abends zu erwarten.
  • Tipps vom Profi: In Städten lohnt sich der Blick hinauf an hohen Gebäuden mit Nistkästen. Oftmals gibt es auch örtliche Webcams, über die man die Brutzeit der Wanderfalken von Nahem mitverfolgen kann.
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Wasseramsel

Cinclus cinclus

  • Wusstest du schon? Die Wasseramsel ist der einzige europäische Singvogel, der tauchen kann, und zwar bis zu fünfzehn Sekunden lang.
  • Verbreitung: In Deutschland ist die Wasseramsel ein typischer Bewohner der Mittelgebirge und der Alpen und fehlt weitgehend in den flachen Tieflandregionen Norddeutschlands. In Bayern ist sie vor allem in den Alpen, dem Bayerischen Wald und der Donau-Iller-Lech-Platte verbreitet.
  • Lebensraum: Die Wasseramsel besiedelt schnellfließende Bäche und Flüsse mit Kies- oder Steinsohle, Uferbewuchs und überhängenden Strukturen. Wichtig sind eine gute Wasserqualität und Nahrung in Form von Weichtieren, Gliederfüßern oder Larven. Als Bruthabitate dienen Nischen an Felsen, Brücken, Wasserrädern, Mauerüberhängen oder Wurzelstöcken in unmittelbarer Gewässernähe.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Art ist ganzjährig zu beobachten, da viele Populationen aus Standvögeln bestehen. Die Brutzeit erstreckt sich von Februar bis August. Im Winter ziehen einzelne Vögel in tiefer gelegene, eisfreie Flussabschnitte. Wasseramseln sind bereits ab der Morgendämmerung aktiv und fast ständig in Bewegung.
  • Tipps vom Profi: Wenn es genug Nahrung gibt, können Wasseramseln sogar inmitten von Großstädten beobachtet werden.
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Wechselkröte

Bufotes viridis

  • Wusstest du schon? Die Wechselkröte verdankt ihren Namen der Fähigkeit, den Kontrast der Flecken zu ihrer Grundfarbe je nach Bedarf an ihre Umgebung anpassen zu können.
  • Verbreitung: In Deutschland ist die Wechselkröte sehr ungleich verbreitet, mit Schwerpunkten in Mittel- und Ostdeutschland. Die Areale in Bayern sind kleiner und isoliert, zum Beispiel in der Münchner Schotterebene und in Teilräumen von Donau und Unterer Isar. Durch den Verlust geeigneter Lebensräume ist sie vielerorts selten geworden.
  • Lebensraum: Die Wechselkröte ist eine Steppenart und besiedelt offene, trockene und warme Landschaften mit niedriger Vegetation und lockerem Boden. Typische Habitate sind Sand- und Kiesgruben, Flussauen, Brachflächen und Baustellen. Wichtig sind sonnige, flache und fischfreie Laichgewässer ohne dichten Bewuchs.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die dämmerungs- und nachtaktiven Wechselkröten sind von April bis August aktiv. An den Laichgewässern lassen sich abends die Rufe der Männchen vernehmen, nach der Paarung legen die Weibchen mehrere Meter lange Laichschnüre mit Tausenden von Eiern ab. Während der Fortpflanzungszeit ziehen sich die Tiere tagsüber in Verstecke unter Steinen oder in Erdlöcher zurück. Anschließend wandern sie in ihre Landlebensräume, die bis zu 1 km entfernt liegen können. Im Herbst werden frostfreie Überwinterungsquartiere aufgesucht, meist unterirdische Hohlräume oder auch Keller.
  • Tipps vom Profi: Die Wechselkröte ist mit ihren scharf abgegrenzten grünen Flecken unverwechselbar. Der Ruf der Männchen ist ein hohes Trillern, das mit der Maulwurfsgrille verwechselt werden kann.
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Zauneidechse

Lacerta agilis

  • Wusstest du schon? Männliche Zauneidechsen sind zur Paarungszeit an ihrer Prachtfärbung mit den leuchtend grünen Flanken zu erkennen.
  • Verbreitung: Die Zauneidechse kommt in Deutschland flächendeckend vor und hat ihre Schwerpunkte im Osten und Südwesten. In Bayern gibt es lokale Bestandsrückgänge aufgrund von Habitatverlust und Zerschneidung.
  • Lebensraum: Sie besiedelt warme, halboffene Strukturen mit sonnigen Offenbodenstellen, Hecken und Säumen, Steinhaufen und Totholz sowie lockerem, wasserdurchlässigem Boden.
  • Beobachtungszeitraum und -methode: Die Aktivitätszeit reicht je nach Witterung von März bis Oktober. Ab September ziehen sich adulte Männchen schon in ihre Überwinterungsquartiere zurück. Die Zauneidechse ist tagaktiv und muss als wechselwarme Art stets ihre Körpertemperatur regulieren, weshalb sie sich morgens an Sonnenplätzen aufwärmt, an Hitzetagen aber Mittagsruhe hält.
  • Tipps vom Profi: Nach kühlen Nächten bleiben Zauneidechsen lange sonnenbadend auf erhöhten Warten sitzen. Wer die schnellen Tiere beobachten will, sollte darauf achten, die Sonne nicht im Rücken zu haben, um sie durch den Schattenwurf nicht zu verschrecken.
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81.GenV1

Quellen

  • Aßmann, O. & Renner, D. (2021): Zum Vorkommen und Schutz der Äskulapnatter im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet. In: ANLiegen Natur 43 (1): 55-66, Laufen; www.anl.bayern.de/publikationen.
  • Bauer, H.G., Bezzel, E. & Fiedler, W. (2012): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Ein umfassendes Handbuch zu Biologie, Gefährdung und Schutz. Einbändige Sonderausgabe der 2., vollständig überarbeiteten Auflage 2005. AULA-Verlag Wiebelsheim.
  • Bauer, T., Tosberg, J. & Remmele, M. (2025): Der Haselmaus auf der (Fraß-)Spur. In: Anliegen Natur 47(1): 19–24, Laufen; www.anl.bayern.de/ publikationen.
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